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Der Balkan am Vorabend des imperialistischen Krieges

antiratni03-01  Die Vorbereitungen für den Beginn eines imperialistischen Krieges befinden sich in der finalen Phase. Dabei finden sich auf der einen Seite der westliche Imperialismus unter Führung der USA und auf der anderen die russischen und chinesischen Imperialisten sowie deren Verbündete. Allerdings ist ein Geheimpakt zwischen den Imperialisten wie es bereits vor dem 2. Weltkrieg geschah keineswegs ausgeschlossen. Heutzutage gehen die Imperialisten allerdings noch einen Schritt weiter; sie bekämpfen einander auf den Territorien der unterschiedlichen Länder. Sie befinden sich im Wettstreit um mehr und mehr ihrer Waffen an jede Kriegspartei zu verkaufen. Dabei spielt Ideologie keine Rolle und die Imperialisten werden nicht zögern auch die reaktionärsten Entscheidungen zu treffen. Über die Form dieses Krieges der nächsten Stufe können wir nur spekulieren, jedoch ist es offensichtlich, dass dieser Konflikt nicht mehr gestoppt werden kann.

  Ein großer Konflikt nähert sich und es ist nur eine Frage der Zeit bis die gegenwärtigen Konflikte in eine neue Phase münden.

  Die Frage ist, welche Position man in diesem eskalierenden Konflikt einnehmen muss, da es wohl nicht nur um das Schicksal von hunderten Millionen Menschen gehen wird, sondern womöglich auch um das der gesamten Menschheit.

  Die größte Benachteiligung des westlichen Imperialismus war, dass ihr vorrübergehende militärischer Vorteil stets mit militärischem Personal im Gefecht aufgefüllt werden musste. Die NATO hat es geschafft zwei ihrer wichtigsten strategischen Ziele zu erreichen: Die Sicherstellung der totalen militärischen Kontrolle nahe der Grenzen des russischen Imperialismus sowie die Gewinnung von mehreren Millionen Truppen als Verbündete gegen den russischen Imperialismus um einen Krieg anzuzetteln gegen „die letzten Ukrainer, Polen, Moldawier, Esten,…“. Gleichzeitig erlauben die westlichen Imperialisten letztlich keinem europäischen Land in dem kommenden Konflikt eine neutrale Position einzunehmen und zwingen diese NATO-Mitglieder zu werden. Die russischen Imperialisten konnten in der Vergangenheit ihre militärische Stärke erheblich erhöhen. Sie konnten strategische Ziele in Syrien und der Ukraine erreichen, jedoch haben sie einige zentrale schwächen – Die militärischen Kapazitäten sich etwas geringer verglichen mit dem westlichen Imperialismus; es gibt einige ökonomische Schwächen; weniger Soldaten im Vergleich zur NATO und interne Probleme mit den russischen Kapitalisten (Oligarchen). Die Zukunft des russischen Imperialismus, sogar seiner Fähigkeit sein Territorium vor den etablierten Zivilisations-Geiern und damit vor der Zerstückelung zu bewahren beruht zum großen Teil auf seinen Verbündeten, allen voran China. Dennoch dürfen die weltweiten Massenbewegungen bei einem eskalieren der Konflikte keineswegs vernachlässigt werden.

  Was ist die Position und die Rolle des Balkans in dem zukünftigen imperialistischen Krieg?

  Der Balkan ist enorm wichtig für den westlichen Imperialismus, nicht nur für die NATO, um totale Kontrolle auszuüben und damit den russischen Imperialisten auf dem Balkan zu unterdrücken. Außerdem kann die Region für den regionalen türkischen Imperialismus eine bedeutende Rolle im Falle eines Konflikts der der größeren imperialistischen Mächte spielen. Sämtliche Balkanstaaten, wie auch immer sie sich zu einer Allianz mit den westlichen gegen den russischen Imperialismus erklärten, sind den Massen ausgesetzt welche nicht mehr bereit sind der Politik ihrer Marionettenregime zu folgen. Insbesondere nicht um für die westlichen Imperialisten überall auf den russischen Ebenen zu sterben. Deshalb ermöglichten die westlichen Imperialisten auch einen türkischen Regionalimperialismus um den Balkan weiter unter ihre Kontrolle zu bringen und weiterhin jeden Widerstand gegen den westlichen Imperialismus im Kampf gegen den russischen Imperialismus zu befrieden sowie die türkischen Interessen zu stärken. Westliche Imperialisten sind nun gezwungen den türkischen Regionalimperialismus Zugeständnisse zu machen. Wie auch immer die bestehenden Widersprüche in der türkischen Gesellschaft sowie der Versuch der westlichen Imperialisten den Militärputsch in der Türkei vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen und ein Bündnis mit dem russischen Imperialismus zu verhindern aussieht, so machen sie den Balkan zu einer noch explosiveren Region.

  Die Schlüsselfrage zu der zukünftigen Entwicklung auf dem Balkan ist folgende – Ist es möglich, dass gleichzeitig Konflikte und vorrübergehende „Koexistenz“ der gegenseitigen ökonomischen Interessen der Imperialisten auf dem Balkan bestehen? Ist er somit nur ein weiteres „Pulverfass“ wie etwa die Ukraine oder Syrien und wird es nicht zu einem größeren Konflikt führen?

  Was ist das Ziel der Revolutionäre in den Balkanländern?

  Allen voran, eine feste Haltung gegen alle Imperialisten, das heißt: die westlichen, russische, türkische …

  Diese Position ist auf den ersten Blick betrachtet die schwächste, weil die Massen in Stellung gebracht werden um weiterhin westlichen, russischen oder türkischen Imperialisten zu dienen, egal ob freiwillig oder durch brutale Maßnahmen. Sie glauben, dass dies keinen Verlauf auf die Geschichte haben wird. Jedoch verlangen moderne Kriege mehr und mehr Technologie und verlassen sich immer weniger auf Soldaten im direkten Kampfeinsatz. Es ist für sie notwendig die auferlegte Ordnung aufrecht zu erhalten, was wiederrum den Spielraum für die Befreiungsbewegungen erleichtert. Und so lernen wir auch aus der Geschichte der Kämpfe gegenwärtiger und vergangener Befreiungsbewegungen und deren intensiven Kampf in der gesamten Welt. Wir wissen, dass dies die einzige Perspektive die sich in Voraussicht, nicht einzig und allein für die Völker des Balkans, auftut und es damit hilfreich ist die Widersprüche zwischen den Imperialisten zu verschärfen. Eine solche Haltung erschwert zukünftig ihre Politik der Versklavung. Jede Stimme für die Widerstandsbewegung am Balkan führt zu weiterer Verwirrung in den Reihen der Dienerschaft der Imperialisten und jeder Kämpfer in den Reihen der Bewegung bedarf der Reaktion von dutzenden Soldaten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Balkanländer die strategischen Interessen der Imperialisten massiv erschweren könnten und der westliche Imperialismus auf breiter Front im Kampf gegen den russischen Imperialismus scheitern könnte, würde dies zu einer Kettenreaktion von sozialen Revolutionen in ganz Westeuropa und den USA führen und eine Perspektive für einen neuen Aufstand des russischen und chinesischen Proletariats eröffnen.

  Dies ist unsere Politik. Dies sind unsere Ziele.

  Gegen den imperialistischen Krieg!

  Friede unter den Völkern – Krieg zwischen den Klassen!

  Der Balkan für die Völker des Balkans!

  Mit der Widerstandsbewegung am Balkan!